Die Vorteile Binärer Optionen

Den Optionshandel gibt es bereits seit Jahrzehnten. Viele Investoren haben in dieser Zeit viele unterschiedliche Strategien getestet, mit deren Hilfe sie die Entwicklung auf den Finanzmärkten voraussagen wollten. Unglücklicherweise laufen die meisten gekauften Optionen, egal ob Call oder Put, vollkommen wertlos aus. Dies passiert häufig deshalb, da die gezahlte Pflichtprämie mehr kostet, als die gewinnbringende Bewegung des zugrunde liegenden Aktivpostens ausmacht. (Ein Investor kauft einen 100 Call auf SPY für 4 Dollars, der in 30 Tagen ausläuft. Die meiste Zeit über wird die Option nicht um 4 Dollar ansteigen)

Diese Situation kann deshalb eintreten, da die angenommene Flüchtigkeit, die der Annahme der Marktbewegung über einen gewissen Zeitraum entspricht, normalerweise höher ist, als die historische Flüchtigkeit. In obiger Grafik ist die angenommene Flüchtigkeit des SPY ETF zu 95% der Zeit höher als die tatsächlich historisch vorhandene. Die angenommene Flüchtigkeit ist der bedeutendste Faktor bei der Preisgestaltung von Optionen.

Für Investoren, die eine Wette abschließen wollen auf die Richtung der zukünftigen Marktbewegung eines Finanzinstruments, ist einer der besten Wege diese mit Optionen zu erreichen die so genannte „Binäre Option“. Binäre Optionen, die auch als „Alles oder Nichts“ Option bekannt sind, erlauben einem Investor die Spekulation auf die Entwicklungsrichtung eines Finanzinstruments, ohne dass hierbei eine signifikante Prämie gezahlt werden muss. Kurzzeitige binäre Optionen haben kaum ein signifikantes Risikoprofil. Beim Handel mit Vanilla-Optionen (und beim Steigen und Fallen des Marktes) wird für einen Händler das zugrunde liegende Richtungsrisiko (Delta) und das Flüchtigkeitsrisiko (Vega) immer größer.  Call oder Put binäre Optionen (auch als Above oder Below Optionen bekannt) sind üblicherweise “at the money”. Hier reicht nur eine geringe Bewegung, und der Investor erhält bereits eine Auszahlung. Das Auszahlungsprofil einer Vanillaoption funktioniert nicht auf die selbe Art und Weise wie das einer binären Option. Bei einer Vanillaoption sind kleine Bewegungen des zugrunde liegenden Aktivpostens mehr oder minder unbedeutend. Zum Beispiel kauft ein Händler eine SPY „at the money” Call-Option, die 10 Tage vor dem Auslaufen steht und der Wert der Option derzeit bei 100 hält. Hier würde eine Steigerung des Werts auf 101 den Preis der Option nur geringfügig vergrößern. 

Beim Handel binärer Optionen beläuft sich die Auszahlung üblicherweise auf 70-75% des riskierten Kapitals. Hier können Investoren einen Return bei sehr geringen Marktbewegungen erwirtschaften. Herrscht eine hohe Flüchtigkeit auf dem Markt, zum Beispiel nach einer ökonomischen Veröffentlichung, sind binären Optionen von größtem Vorteil. Es existieren ebenfalls “One Touch” binäre Optionen, die dem Händler eine Auszahlung liefern, wenn der Markt ein gewisses Preisniveau erreicht. Dies kann sowohl als Stop Loss als auch als Weg zum riskanten Handeln verwendet werden. 

Hedgen mit binären Optionen

Binäre Optionen erlauben einem Investor auch mit Hilfe der One Touch Option das Hedgen von Richtungs- oder Portfoliogefahren. Zum Beispiel ist ein Händler Long auf den SPY. Er könnte nun eine One Touch Putoption unter den Markt setzen und erhält eine Auszahlung, wenn sich der Markt zu diesem Wert bewegt. Zwar verliert er auf den SPY, jedoch wird der Verlust durch den Gewinn der One Touch Option ausgeglichen.

Binäre Optionen bieten viele Vorteile. Im Vergleich mit Vanilla Optionen schneiden binären Optionen beim Richtungsrisiko weitaus besser ab. Sie erlauben einem Investor die Spekulation auf die Bewegungsrichtung eines Markts, wobei eine sofortige Auszahlung stattfindet.