Wenn Sie eine Position auf dem Optionenmarkt erwerben, dann ist es für die meisten Investoren klar, dass sie entweder in Europäische Style Optionen oder binäre Optionen investieren. Binäre Optionen werden in der Regel als „Above“ oder „Below“ Optionen gelistet (manchmal als „Call“ oder „Put“ Optionen). Man erkennt sie leicht und die Unternehmen, welche diesen Optionentyp anbieten beschreiben ihre Charakeristika. Wenn man Vanilla Optionen und ein paar exotische Optionen gehandelt werden sollen, dann benötigen Investoren, ein Verständnis davon, was die Unterschiede sind.
Viele Börsen bieten Europäische und Amerikanische Style Optionen an. Am außerbörslichen Markt für Wertpapiere bieten manche Händler Bermuda Optionen an. Jeder dieser Optionentypen weist unterschiedliche Auszahlungsprofile auf, und jeder hat einen etwas anderen Wert. Es ist außerdem sehr wichtig, dass Investoren zuvor das Prinzip der Zeitspannen sowie das Ausführungsdatum verstehen, um ins Optionengeschäft einzusteigen.
Eine Europäische Style Option ist eine Option, welche eine spezifische Auslaufzeit hat, wenn sie ausgeführt wird. Das bedeutet, dass der Käufer einer „Call“ Option die Option in Aktien nur an dem Datum umwandeln kann, welches von Käufer und Verkäufer der Option bestätigt wurde. Zum Beispiel: Wenn eine Transaktion einer SPY Option auftritt, wo der Strike-Wert 120$ ist und das Auslaufdatum der 21. September ist, dann kann der Kaufende den Verkäufer der Option zwingen 100 SPY-Aktien am 21. September auszuliefern. Der Kaufspreis der Aktie ist der Strike-Wert, welcher in diesem Fall 120$ beträgt. Das würde ebenfalls ganz ähnlich für eine Europäische „Put“ Option gelten. Der Käufer einer Europäischen SPY „Put“ Option mit einem Wert von 120$ und einer Auslaufzeit am 21. September würde die Aktien (wenn er sich entscheidet, die Option auszuführen) am 21. erhalten. Europäische Style Optionen sind standardisiert und viele Börsen verwenden diesen Optionentyp.
Ein zweiter Typ einer Vanilla Option ist die Amerikanische Style Option. Dieser Optionentyp unterscheidet sich von der Europäischen Style Option, was sich daran zeigt, dass der Käufer einer „Call“ oder einer „Put“ Option zu jeder Zeit die Option ausführen kann und Aktien zu jeder Zeit vor Auslauf der Option erhalten kann. Das bedeutet auch, dass der Käufer einer Amerikanischen Style „Call“ Option diese gleich nach Erwerb der Option in Aktien umwandeln kann oder eine zweite bevor die Option ausläuft. Zum Beispiel: Ein Käufer einer WTI „Call“ Option mit einem Strike-Preis von 80$ mit einem Auslaufdatum am 30. September kann die Option ausführen und einen zukünftigen Vertrag von WTI am 10. oder 20. September oder ein beliebiges Datum vor dem 30. September ausführen. Dasselbe würde auch für eine Amerikanische „Put“ Option gelten. Eine Amerikanische Style Option unterscheidet sich im Preis leicht von der Europäischen Style Option, nämlich dahingehend, dass es sich dabei um eine Pfad abhängige Option handelt, bei welcher die Möglichkeit besteht, dem Käufer die Ausführung jederzeit zu erlauben. Optionen weisen mehrere Komponenten auf, welche ihren eigenen Wert gestalten. Einer davon ist der Fälligkeitstermin. Hierin sind sich Europäische Style Preise und Amerikanische Style Preise sehr ähnlich. Ein Händler würde nicht ausführen, wenn der Markt nicht immer ein so großer Vorteil für den Käufer gewesen wäre und sich die Zeit als negative Komponente erweist. Es kann aber auch sein, dass der Markt einen so großen Vorteil für den Investor darstellt, dass die Zeitkomponente wertlos wird. Zum Beispiel: Wenn ein Händler eine 80$ Option von WTI erwirbt, welche im Dezember ausläuft und der Markt im November bei 115$ liegt, dann wäre der intrinsische Wert der Option bei 25$ liegen. (Der intrinsische Wert einer Option ist der Wert einer Option ergibt sich aus dem aktuellen Marktpreis minus dem Strike-Wert – der extrinsische Wert einer Option ist der Wert einer Option in Zusammenhand mit dem Volatilitätswert).Wenn der intrinsische Wert sehr hoch ist, dann entwickelt sich die Zeitkomponente als schwieriger und deshalb sollte das Ausführen einer Option in diesem Fall gut überdacht werden.
Ein dritter Typ einer Wertoption ist eine Bermuda Option. Dieser Typ einer Option erlaubt es dem Käufer einer Option einmal oder mehrmals im Basisinstrument auszuführen, solange die Option aktiv ist. Der Käufer und der Verkäufer einer Option bestimmen im Vorfeld der Transaktion diese spezifischen Strike-Daten fest. In vielen Fällen ist das Ausführungsdatum nur an einem einzigen Datum, aber in anderen Fällen können Käufer und Verkäufer mehrere spezifische Daten aushandeln. Dieser Typ von Optionen ist unterschiedlich vom Amerikanischen Style, weil es nur an ganz bestimmten Zeitpunkten zu einem Auslaufen kommen kann, anstatt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der Fälligkeitszeitspanne. Dieser Typ ist auch unterschiedlich zur Europäischen Option, weil diese bereits vor dem Auslaufzeitpunkt ausgeführt werden kann.
Alles in allem ist das Finden der geeigneten Option wichtig für den Mechanismus des erfolgreichen Handelns. Wenn der Optionen Marktpreis schwach ist (das bedeutet, dass die Liquidität nicht immer robust ist), dann könnte das Verwenden des so genannten Amerikanischen Styles oder des Bermuda Styles sehr hilfreich sein, weil das Ausführen es dem Händler erlauben kann, Profite zu machen, ohne auf die Schwankungen bezüglich des Optionenpreises zu beachten.
