Geldmanagement Geschäfte

Der Plan

Geldmanagement Strategien werden in spezifische Gebiete aufgeteilt. Zuerst muss man sich fragen, wie viel Kapital man in ein Geschäft steckt und dann, wieviel Geld man bereit ist zu verlieren bei einem Geschäft. Bevor man ein Geschäft beginnt, sollte man eine gute Strategie für Gewinn und Verlust bereithalten, sowie für die Größe des Einsatzes.     

Generell sollte ein vernünftiges Risiko/Gewinn – Profil eines sein, bei dem der Profil ein Vielfaches des Verlustes ist. Zum Beispiel will ein Händler bei einem gewissen Geschäft für jeden $1 Dollar Kapitalrisiko $2 verdienen. In einem Szenario, in dem eine gewisse Anzahl von Geschäften diesem Kriterium entsprechen, muss ein Händler ein wenig mehr als 33.3% Mal gewinnen, um eine Gewinnstrategie zu haben. Die Mathematik dahinter funktioniert wie folgt, bei einem Beispiel von 9 Geschäften: erfolgreiche Geschäfte = (3 Gewinne * $2 Profit = $6 Gesamtprofit), Verlustgeschäfte = (6 Verlierer * $1 Verlust = $6 Gesamtverlust). An diesem Beispiel kann man sehen, dass mit 9 Geschäften die Gewinner und Verlierer sich gegenseitig annullieren und schließlich null Profit und Verlust erzeugen. Ein wenig mehr als 33.3% würden dem Investor erlauben Gewinn einzufahren. Hätte ein Händler diese Art von Mentalität nicht, wenn er Geschäftsmethoden betrachtet, dann würde er über kurz oder lang ständig Geld verlieren. Eröffnet man ein Geschäft, muss man eine bestimmte Idee haben davon, wann man die Verluste stoppen will und wo man Profite einfahren will. 

Einen Stop Loss erzeugen

Wird eine Risikomanagement Strategie auf ein Geschäft angewandt, dann muss ein Händler sich zuerst klar werden, wieviel Geld er bereit ist bei diesem Geschäft zu verlieren, basieren auf dem eingesetzten Kapital und den Bewegungen des Finanzinstruments. Wenn man bestimmt, wie viel Marktbewegung gegen die Richtung der eigenen Position man tolerieren kann, dann muss man wissen, wo man einen Stop-Loss setzt (Verlust-Stop). Der Stop-Loss bestimmt, wie viel Kapital ein Händler bei einem Geschäft riskieren will. Ein Stop-Loss kann auf einem Geldbetrag aufbauen, wie z.B. nur $1 Dollar, oder dem Prozentsatz einer Marktbewegung. Ein Händler kann hierbei vergangene Marktbewegungen betrachten oder technische Analysen verwenden, um herauszufinden, wo ein Stop Loss platziert werden soll. Oder, er setzt den Stop Loss basierend auf einen spekulativen aber potentiellen Verlust. 

Entwirft ein Händler eine Handelsstrategie, die bereits mehrfach getestet wurde, dann kann er Händler mehrere Stop Loss Beträge in vergangenen Marktsituationen erproben, um so den optimalen Stop Loss Betrag zu finden. Support (Unterstützung) und Resistance (Widerstand) Level sind solide Möglichkeiten für Trendlinien zeichnende Händler und diskrete Händler, um ein Stop Loss Level zu finden. Mithilfe einer Trendlinie in den wöchentlichen EUR/USD Diagrammen, platziert ein Händler der EUR/USD short gehen will, einen Stop Loss am Markt bei einem Preis, der ein wenig höher ist als die Trendlinie bei einem Resistance Level nahe 1.51. Bewegt sich der Markt durch dieses Level, dann kann der Händler die Position verlassen. Händler können auch technische Indikatoren verwenden, so wie gleitende Mittel oder horizontale Trendlinien, um so Level zu finden, bei denen sie ihre Position abstoßen. Der Stop Loss ist ein sehr wichtiges Tool zur Minimierung von Verluste und zur Maximierung von Gewinnen.

Außerdem kann ein Händler einen dynamischen Stop Loss definieren, der sich mit dem Markt mitbewegt. Ein Trend-folgender Händler kann sich für einen nachziehenden Stop Loss entscheiden der an einen Startpunkt platziert wird. Bewegt sich der Markt nach oben, dann bewegt sich der Stop Loss mit nach oben, in so einem Maß, dass mögliche Nachteile von ungünstigen Marktbewegungen minimiert werden. Nachziehende Stop Loss’s können eine Funktion eines Prozentanteils einer Marktbewegung sein oder ein bestimmter Dollarbetrag. Einige Händler verwenden bestimmte Preisaktionslevel, wie zum Beispiel der Tiefstand des vorherigen Tages, wenn sie eine Long Position nehmen, oder das Hoch des vorherigen Tages bei einer Short Position. Es gibt viele Möglichkeiten, um einen nachziehenden Stop Loss zu optimmieren, wobei ein Investor immer vergangene Marktbewegungen analysieren sollte, um so die Gewinne mithilfe des nachziehenden Stop Losses zu maximieren.

Profit erhalten

Genauso wichtig, wie herauszufinden, wieviel man riskieren will, ist die Entscheidung, wann man ein Geschäft schließen und so Profit einfahren soll. Genau wie ein Stop Loss, muss ein Händler bereits vorher wissen, im Anbetracht möglicher Verluste, wann Profite einzuholen sind. Ähnlich wie ein Stop Loss gibt es hier Take Profit (Profit erhalten) Level, die auf einem Geldbetrag, dem Prozentanteil einer Marktbewegung oder einem bestimmten, technischen Level basieren können. Support und Resistance Level sind exzellente Möglichkeiten, um ein Take Profit Level zu erzeugen. Bei der Bestimmung des Take Profit ist es wichtig, den Betrag, den man erhalten will mit dem riskierten Betrag zu kombinieren, also Ihrem Stop Loss. Händler sollten Geschäfte vermeiden, bei denen sie größere Beträge riskieren, als zu gewinnen wären. Ein nachziehender Stop Loss ist einer der Möglichkeiten, wie man Profite aus einem Geschäft schlagen kann.