Risiko und Einsatz

Risiko/Belohnung

Die Essenz eines nachziehenden Stop Loss ist die, dass jedesmal, wenn der Markt steigt, das Risiko/Belohungs Profil des Händlers das Selbe bleibt, als es zu Anfang war. Dies wird das Halten des Risiko/Belohnungs-Profils genannt. Ein Händler sollte nicht einen nachziehenden Stop Loss bei Levels setzen, wenn er dort mehr riskiert als ursprünglich sobald sich der Stop Loss bewegt. Ein Beispiel hiervon wäre das Folgende. Nehmen wir an, ein Investor hat einen Einsatz auf IBM gesetzt, bei dem er 6 Prozent machen wollte und bereit war, eine Bewegung von 3% gegen seine Intentionen in Kauf zu nehmen. Nachdem der Markt sich 2% bewegt hat, plant der Händler, seinen Stop Loss dementsprechend zu verschieben, um sein ursprüngliches Einstiegspreislevel wiederzuerlangen. Diese Strategie würde das selbe Risiko/Belohnungs-Verhältnis erzeugen, da der Händler 2% riskiert (der Unterschied zwischen dem derzeitigen Marktt, der sich 2% bewegt hat und den geplannten Gewinnen von zusätzlichen 4%). Hätte der Händler den nachziehenden Stop Loss auf 1% unter seinem ursprünglichen Eintrittspunkt gehoben, und der Markt hätte sich 2% bewegt, dann würde das Risiko/Belohnungs-Profil 3% riskieren (2% auf -1%), um 4% zu erzeugen, was ein unterschiedliches Risiko/Belohnungs-Profil als das ursprüngliche darstellt.

Einsatz

Zusammen mit Stop Loss und Take Profit Levels ist die Ermittlung der Einsatzgrößen sehr wichtig zur Erlangung einer guten und soliden Handelsstrategie. Bei einer Strategie zu bleiben, die das Kapital des Händlers schützt und den Ruin verhindert sollte das Ziel eines Investors sein, wenn er das Kapital auswählt, das er einsetzen will. Es gibt viele mathematische Modelle zur Ermittlung dessen, wie die Monte Carlo Simulation und die Kelly Regel, die Statistikern helfen, die optimale Einsatzgröße für eine systematische Handelsstrategie zu finden. Eine Simulation vergibt Geldbeträge an eine Strategie und prüft diese anhand vergangener Situationen, um so die bestmöglichen Einsatzgrößen für jedes Geschäft zu ermitteln. Realistischerweise gibt es nur wenige erfolgreiche Möglichkeiten, Kapital anzulegen. Es gibt fixe Geldbeträge, die einem Händler erlauben, nur einen bestimmten Betrag an Kapital auf ein Geschäft zu setzen. Dieser Stil kann ineffizient werden, wenn das Kapital eines Händlers wächst und sogar unrealistisch innerhalb einer kurzer Zeitspanne. 

Eine andere Möglichkeit ist einen fixen Prozentanteil zu verwenden. Der Vorteil dieser Variante der Kapitalverfügung ist der, dass er den Ruin dadurch verhindert, indem es kleinere Einsätze bei kleiner werdendem Kapital erzeugt. Steigt das Kapital wieder, steigen auch die Einsätze. Da es sehr schwer ist bei einem diskreten System zu analysieren, ob dieses mehrere Gewinne und Verluste hintereinander aufweisen wird, ist eine fixe Prozentanteil-Strategie ein robustes Mittel um Kapital anzulegen. Eine weitere Strategie, die als Pyramidensystem bekannt ist, erhöht den Betrag bezogen auf Prozentanteile den ein Händler riskiert, wenn das Portfolio anwächst, und senkt den Betrag, wenn die Kapitalbasis sinkt. Diese Strategie funktioniert gut, wenn die Strategie Trends aufweist, bei denen Gewinne auf Gewinne folgen oder Verluste auf Verluste. 

Der Schlüssel zum erfolgreichen Geldmanagement liegt im Schutz des Kapitals, um so einen weiteren Tag handlungsfähig zu sein. “Alles zu setzen – Strategien” sind verdammt dazu zu versagen und sollten auf jedenfall gemieden werden. Eine Möglichkeit das Risiko eines Geschäfts zu ermitteln, ist der, seine eigenen Ziele vor der Anwendung einer Handelsstrategie festzulegen. Zum Beispiel ist es das Ziel eines Händlers innerhalb eines Jahres 10% zu erreichen und er denkt, dass seine Strategie 10 Geschäfte pro Jahr erzeugen wird, wobei diese Strategie zu 50% gewinnt und zu 50% verliert. Außerdem gewinnt die Strategie $2 für jeden riskierten 1$. Eine Kapitalaufwendung, die 4% erzielt für riskierte 2% wird einen Return von 10% erzeugen.  (10.000 * 1,04 = 10.400 * 0,98 = 10.192 * 1,04 = 10.599 * 0,98 = 10.387 * 1,04 = 10.803 * 0,98 = 10.587 * 1,04 = 11.010 * 0,98 = 10.790 * 1,04 = 11.222 * 0,98 = 10.998)  Diese Art der Analyse ist sehr wichtig bei der Wahl des Risikos, das mit einer Handelsstrategie einhergehen soll.

Beginnt man damit, eine Strategie zu formulieren, egal ob diese systematisch (automatisiert) oder diskret ist, muss man einen Plan entwickeln, wie man sein Kapital managet. Bei diesem Geldmanagementplan zu bleiben ist eines der wichtigsten Konzepte und wird den Unterschied ausmachen zwischen einer erfolgreichen und einer versagenden Handelsstrategie. Die grundlegende Theorie des Geldmanagements ist es, sei Kapital zu schützen. Wichtiger, als Geld am Markt zu erzeugen, ist die Idee, dass man seiner Strategie die Chance gibt Geld zu machen, indem diese viele Geschäfte über eine gewisse Zeitspanne setzt und dabei gleichzeitig den Ruin vereitelt. Unglücklicherweise gibt es vor dem totalen Ruin einen Punkt, bei dem der Händler entscheidet, dass die Strategie versagt hat und nicht weiter fortgeführt wird. Der Schlüssel einer Geldmanagement-Strategie ist es, sowohl diesen Punkt als auch den Ruin zu verhindern. Das Erschaffen einer Handelsstrategie ist dem Führen eines Unternehmens ähnlich: Sie wollen einen Plan haben, der ein wenig flexibel ist, und gleichzeitig wollen Sie Ihr Unternehmen nicht bei einem einzigen Kunden oder bei einem einzigen Auftrag verlieren.

Portfolio Management

Sobald ein Investor eine Reihe von Positionen für eine oder mehrere Handelsstrategien eröffnet hat, ist es wichtig, die Synergien jeder Position zu messen und zu bewerten, ob einige Positionen das Risiko von anderen Positionen mindern. Hat ein Investor 10 Positionen und all 10 bewegen sich in einer Einheit, d.h. alle sind stark korreliert, dann könnten theoretisch alle Positionen auf einmal gegen den Investor ausfallen. Das wäre äquivalent zu einer Position, die einen Ruin riskiert. Dies ist ein sehr wichtiges Konzept, wobei ein Händler Analysen durchführen muss, um herauszufinden, ob zwei oder mehr Positionen stark korrelieren.

Ein Portfolio hedgen

Ein Handelsportfolio kann als hedget bezeichnet werden, wenn die verschiedenen Positionen keinen gerichteten Marktbewegungen ausgesetzt sind. Zum Beispiel hat ein Händler eine Position, bei der er auf die steigende Bewegung des S&P 500 Index spekuliert. Er wäre gehedget, wenn er eine ausgleichende Position hätte, die auf eine sinkende Position des S&P 500 Index oder eines ähnlichen Index setzen würde. Eine Möglichkeit, mit der sich Investoren vor nachteiligen Marktbewegungen schützen ist der Kauf oder der Verkauf von Optionen, die das gerichtete Risiko verschwinden lassen. 

Wieso sollte ein Händler dies tun wollen? Händler hedgen ihre Positionen sehr oft, wenn das Risiko einer großen Marktbewegung wahrscheinlich wird oder das Geschäft einem Take Profit Level nahe kommt. Anstelle eines Stop Loss kann ein Händler Optionen verwenden, um zu hedgen. Durch den Kauf von Put Optionen kann ein Händler das gerichtete Risiko des Markts mindern, wenn er eine Long Position besitzt. Auf gleiche Art und Weise kann ein Händler eine Call Position kaufen, um das Risiko einer Short Position zu mindern. Es gibt viele Optionenstrategien, die ein Händler zum Hedgen verwenden kann. Einige davon verwenden Schützende Puts, Gedeckte Calls, Collars (Zupacken) oder Fences (Zäune) etc… Portfolio Management mit Optionen ist eine großartige Technik. Jeder Händler sollte die Vorteile hiervon studieren, bevor er ein Handelsportfolio aufbaut.